ganzheitliche Gesundheitsberatung
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Petra Heuck Naturheilpraxis
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Hildegard von Bingen

 

Hildegard von Bingen

vom Mittelalter bis heute aktuell

 

 

 

Heute möchte Ich Sie mitnehmen auf einen Exkurs in die Medizingeschichte und Ihnen dabei die wohl bekannteste Frau des deutschen Mittelalters Hildegard von Bingen vorstellen.

Sie lebte im 12. Jahrhundert, ihre künstlerischen und wissenschaftlichen Werke jedoch sind über 800 Jahre hinweg aktuell geblieben. 

Hildegard wurde als zehntes Kind eines Adeligen 1098 in Bermersheim bei Bingen am Rhein geboren. Nach dem Brauch, Gott den "Zehnten" zu geben, kam sie mit acht Jahren ins Benediktinerkloster auf dem Disibodenberg. 1114 wurde sie selbst Benediktinerin und übernahm 1136 die Leitung der Frauengemeinschaft. Um 1150 gelang ihr gegen große Widerstände die Gründung eines eigenen Frauenklosters auf dem Rupertsberg bei Bingen. Die musikalischen Stücke zur Einweihung schrieb sie selbst. 1165 gründete sie wegen des großen Zustroms ein zweites Filialkloster auf der anderen Rheinseite in Eibingen bei Rüdesheim, das bis heute besteht. 

Schon als Kind hatte Hildegard erste Visionen. 1141 begann sie im Alter von 42 Jahren diese prophetischen Eingebungen aufzuzeichnen. Neben zahlreichen Büchern zum christlichen Leben und zum Wirken Gottes in der Welt verfasste sie auch Schriften über Natur- und Heilkunde und über Ernährung. In dem Buch Physica (Naturkunde) beschrieb sie die Heilwirkungen von Pflanzen, Tieren, Edelsteinen und Metallen. 

Als Äbtissin hatte sie über die Klosterbibliothek Zugang zu medizinischen Werken der Antike, kannte die Klosterheilkunde und war auch selbst heilkundig tätig.

All dieses Wissen brachte sie in Zusammenhang. Sie gilt als Vorläuferin einer ganzheitlichen natürlichen Medizin, wobei sie in ihrem Buch Causae et curae (Ursachen und Behandlungen) die tiefe innere Überzeugung vertrat, dass Heilung im Glauben verankert sei.
Am 17. September 1179 starb Hildegard von Bingen. Sie wird bis heute als Volksheilige verehrt.
2012 (nach fast 900 Jahren)  wurde sie offiziell heiliggesprochen und zur Doktorin für die gesamte universale Weltkirche ernannt.

Pabst Benedikt XVI: "Hildegard hat von Gott her auch die Gaben der Schöpfung zu deuten gewusst. In der Schöpfung sah sie eine Apotheke Gottes; sie hat sie zur Medizin entwickelt, die heute neues Interesse findet."

 

Hildegards Verdienst war es, einen ganzheitlichen Heilungsansatz zu entwickeln, sie erkannte, dass Krankheiten auf verschiedenen Ebenen entstehen und daher auch die Heilung Körper, Seele und Geist umfassen muss. In ihrem Leben und ihren Schriften überschritt Hildegard von Bingen Grenzen, die aus heutiger Sicht noch wegweisend sind.

In der "Physica" beschreibt Hildegard von Bingen ihr Heilwissen als Naturlehre und nennt die Heilkräfte, die von Pflanzen und Bäumen, von Fischen, Vögeln und anderen Tieren, von Metallen, Steinen und den Elementen ausgehen.
("Das Buch von dem inneren Wesen der verschiedenen Naturen der Geschöpfe")

 

Die Renaissance der Hildegard-Medizin begann vor etwa 40 Jahren, angestoßen durch den österreichischen Mediziner Gottfried Hertzka (1913-1997). Ein Gelübde einlösend, bemühte er sich zeitlebens darum, den "Menschen die Hildegard-Medizin zu bringen". Er entwickelte genaue Rezepturen und engagierte sich für deren Verbreitung. Von ihm ist überliefert: "Mit Referaten und historischen Betrachtungen ist der Hildegard-Medizin nicht gedient. Sie will angewandt sein."

Hinweis: Im nachfolgenden Text stellen wir Ihnen Pflanzen vor, denen Hildegard von Bingen eine besondere gesundheitsfördernde Wirkung zusprach. Die Originalschriften enthalten Anleitungen zur Herstellung eines Elixiers (Kräuterweins) oder einer Creme. Trotzdem die Bitte: Kochen Sie die Rezepturen nicht selbst nach, denn in den Hildegard-Anweisungen fehlen meist genaue Mengenangaben. Auch bei natürlicher Medizin kommt es auf die richtige Zubereitung und Dosierung an! Gerne beraten wir Sie hinsichtlich standardisierter Produkte. 


Heilpflanzen, die Hildegard besonders erwähnt:
Wermut (Artemisia absinthium)
Für Hildegard gehört Wermut zu den Universalmitteln und sie schreibt über diese bekannte Arzneipflanze: "Der Wermut
ist der wichtigste Meister gegen alle Erschöpfungen Und wenn irgendein Mensch in der Brust Schmerzen hat, so daß er davon hustet, dann salbe ihn auf der Brust damit. Und wer in der Seite Schmerzen hat, der salbe dort, und es heilt ihn innen und außen."

Anschaulich gibt sie eine Anleitung für eine Kur mit Wermut-Elixier: Und wenn der Wermut frisch ist, zerstoß ihn und presse seinen Saft durch ein Tuch, und dann koche Wein mit Honig ein wenig, und gieß diesen Saft in den Wein und trinke dies nüchtern von Mai bis Oktober und dies unterdrückt die Lancksucht“(Nierenfunktionsstörung auf Grund von Arteriosklerose, auch Auge, Herzkranzgefäße und Lunge) und die Melancholie in dir, und es macht deine Augen klar, und es stärkt das Herz, und es läßt nicht zu, daß die Lunge krank wird, und es wärmt den Magen, und es reinigt die Eingeweide, und es bereitet eine gute Verdauung.

Veilchen (Viola odorata)
Hildegard beschreibt die Herstellung einer Salbe mit Veilchensaft und sagt dazu:"Und wer Kopfweh hat, der salbe damit die Stirne in der Quere, und es wird ihm besser gehen."

Hirschzunge (Phyllitis scolopendrium)
Über diese Pflanze aus der Familie der Farngewächse schreibt Hildegard: "Die Hirschzunge
hilft der Leber, reinigt die Lunge, heilt die schmerzenden Eingeweide."

Gundelrebe (Glechoma hederacea)
Für diese Pflanze gibt Hildegard zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der Frauenheilkunde. "
ihre Grünkraft ist angenehm und nützlich für einen Menschen, der lange kraftlos ist "

 

 

Galgant (Alpinium officinarum)
Hildegard empfiehlt Galgant zum Würzen als Pfefferersatz. "Der Galgant ist heilkräftig wer Herzweh hat und wer im Herzen schwach ist, der esse bald genügend Galgant, und es wird ihm besser gehen."

Auch gegen Rückenschmerzen, Seelendruck



Flohsamen (Plantago indica, Plantago psillium)
Das Flohkraut und der daraus gewonnene Flohsamen gehört zu jenen Pflanzen, die erst durch Hildegard von Bingen Eingang fanden in den Heilpflanzenkanon. "Und den bedrückten Geist eines Menschen macht es durch sein angenehmes Maß (an Kälte) froh und es fördert und stärkt sein Gehirn, sowohl durch die Kälte als auch durch seine Mischung zur Gesundung."



Tanne (Abies alba)
Hildegard von Bingen beschreibt die Herstellung einer "Bauchbutter" und empfiehlt folgende Anwendung: "Wenn jemand im Magen oder in der Milz leidet, dann reibe ihn zuerst über dem Herzen ein und dann sogleich über dem Magen oder der Milz. Die Salbe durchdringt infolge ihrer Stärke die ganze Haut, so daß er rasch geheilt wird."

Schafgarbe

Heilt innere und äußere Wunden. Als Tee, als Wundauflage.

Desinfizierend, sogar bei multiresistenten Keimen.

 

Kalbsfuß-Knochenbrühe

Schutz vor Osteoporose, Beseitigung von Gelenkschmerzen, Aufbau Bindegewebe, Knochen, Knorpel

Basische Brühe, daher Schutz sämtlicher Körperzellen vor Übersäuerung und daraus resultierenden Entzündungen

 

Aderlass

Arteriosklerose, Arthrose, Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, Gicht, Rheuma, Stress, Menstruationsstörungen, Migräne uvm.

Vergiftung und Schwächung des Immunsystems bzw. der körpereigenen Regulation durch Dauermedikamente

Reinigung, Selbstheilung und Soforthilfe für das Immunsystem

Durchführung am 1. - 6. Tag nach Vollmond - nüchtern.

Speiseplan der "Aderlass-Woche" beachten!

Am Tag des Aderlasses Ruhe, Waldspaziergang.

Nach dem Aderlass für 3 Tage verboten:

Pikante Speisen, Wurstwaren, Gebackenes/Gebratenes, Käse, Senf, Hering, sehr fette Speisen, Sahne, Quark, Schweinefleisch, rohes Obst und Gemüse, Säfte, starken Wein/Spirituosen, Bohnenkaffee…

In kleinen Mengen erlaubt:

Leichter Weißwein (mit Wasser), gedünstete Äpfel mit Zwieback und Haferflocken.

Empfohlen sind: alle Dinkelprodukte, Dinkelkaffee, dünner Schwarztee, Hühnersuppe, Grahambrot, altes Hefegebäck, gekochtes Reh- und Hirschfleisch, Hecht, Barsch, Hammel und Ziege (im Sommer)

Eine Woche lang zu meiden: Die 4 Küchengifte Lauch, Pflaumen, Pfirsiche, Erdbeeren sowie Schweinefleisch

 

Küchengifte

Erdbeeren, Pfirsiche, Pflaumen, Lauch, Nachtschattengewächse (z. B. Tomaten), Kaffee, schwarzer Tee, Colagetränke und Schokolade)

 

 

Steine, Metalle

Auch die Heilkraft verschiedener Steine und Metalle wurde durch Hildegard v.B. nutzbar gemacht, indem diese aufgelegt, zerrieben und eingenommen oder mit Wein übergossen und dieser danach getrunken wurde.

 

 

 

Die folgenden drei Nahrungsmittel empfiehlt Hildegard von Bingen uneingeschränkt für Gesunde und Kranke. 
Dinkel (Triticum spelta)
Dinkel gehört zu den Grundnahrungsmitteln in der Hildegard-Küche. Über dieses gegen Umwelteinflüsse sehr robuste Urgetreide schreibt Hildegard: "Der Dinkel ist das beste Getreide, und er ist warm und fett und kräftig, und er ist milder als andere Getreidearten, und er bereitet dem, der ihn ißt, rechtes Fleisch und rechtes Blut, und er macht frohen Sinn und Freude im Gemüt des Menschen. Und wie auch immer man ihn ißt, sei es in Brot, sei es in anderen Speisen, er ist gut und mild
"

Dinkelkaffee probieren!!!

Fenchel (Foeniculum vulgare)
Nach Hildegard von Bingen ist Fenchel ein Universalmittel und in jeder Form, als Gemüse, Suppengrün oder Samen für die Gesundheit zuträglich. "Wie immer der Fenchel gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt ihm angenehme Wärme und guten Schweiß, und er verursacht gute Verdauung
"

 

 

Edelkastanie (Castanea sativa)
"Wer im Herzen Schmerzen hat, wer an der Leber Schmerzen hat, wer Schmerzen in der Milz leidet", all diesen empfiehlt Hildegard den Genuss von Esskastanien, bei uns auch bekannt als Maronen.

 

Heilsames Essen & Trinken
Was sagt eigentlich die hl. Hildegard über gesunde Ernährungsgewohnheiten? Im Buch “Ursachen und Behandlung der Krankheiten” werden wir dabei fündig. Hildegard beginnt dabei mit dem ersten Gericht des Tages.

“Solange ein Mensch nüchtern ist, soll er zunächst ein Gericht zu sich nehmen, das aus Früchten und Mehl zubereitet ist, weil dies eine trockene Speise ist und dem Menschen gesunde Stärke verleiht. Auch soll er zuerst eine warme Speise verzehren damit sein Magen warm wird.„ Weiter schreibt Hildegard: „Alles Obst und alle Saft und Feuchtigkeit enthaltenden Dinge, wie zum Beispiel (frische) Kräuter, soll er bei seiner ersten Mahlzeit vermeiden, weil diese ihm Fäulnis und Schleim sowie Unruhe in den Säften bringen würden.”


 

Tipp: Die Empfehlungen der Hildegard von Bingen lassen sich ganz einfach anwenden. Zum Beispiel  mit einem neuen Küchengewürz. Echter oder römischer Bertram (Anacyclus pyrethrum) ist das Universalgewürz in der Hildegard-Küche, sowohl zum Kochen, als auch zum Nachwürzen. Diese fast vergessene Pflanze aus dem Mittelmeerraum ähnelt äußerlich der Kamille, hat aber einen angenehm scharfen Geschmack.

Auch Galgant hat eine angenehme Schärfe und erinnert ein wenig an Senf. Er sollte immer mitgekocht werden.



 

 

 

 

Literatur/Quellennachweis

  • Wighard Strehlow, Hildegard-Heilkunde von A bis Z, Knaur-Verlag
  • Reinhard Schiller, Hildegard Pflanzenapotheke, Pattloch-Verlag
  • Reinhard Schiller, Hildegard Ernährungslehre, Pattloch-Verlag
  • Karl Heinz Reger, Hildegard Medizin, Orbis Verlag
  • Wighard Strehlow, Der Hildegard-Kompass
  • Wighard Strehlow, Der Aderlass nach Hildegard von Bingen
  • www.kloesterl-apotheke.de

Bezugsquellen Hildegard-Produkte:

www.hildegard.de

www.Sonnentor.com

(Gewürze und Dinkel-Kaffee auch bei Alnatura, Denn`s Biomarkt)

 www.kleine-abtei.de

 amazon (Hildegard von Bingen Produkte)

www.landderhildegard.de

www.st-hildegard.com (Hildegard-Zentrum am Bodensee)

 

 

Zusammengestellt von:

 

Petra Haider

Heilpraktikerin

64807 Dieburg, Hohe Str. 15

Tel. 0170/2066472

eMail: petra.haider@t-online.de

Alle Infos auch auf:

www.heilpraktiker-dieburg.de

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

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